Samstag, 24. November 2018

Rezension: Teufelsweiber - 100 Frauen, die die Welt auf den Kopf stellten

Titel: Teufelsweiber - 100 Frauen, die die Welt auf den Kopf stellten
Autorin: Carina Heer
Genre: Geschichte, Biografie
Verlag: Benevento
Seitenzahl: ~ 344

Inhalt
Mutig, wild, intelligent und verrucht. Manchmal auch richtig böse. Frauen können all das sein. Grausamer als Jack the Ripper, witziger als Pastewka und cooler als James Dean. Das zeigt Carina Heer hier anhand von bekannten und auch weniger bekannten Frauen und würzt das Ganze mit einer Prise Humor - für alle, die das ohnehin schon wussten, aber besonders für die, die es nicht glauben.

Wer erfolgreich, draufgängerisch und begabt ist, gilt vor allem in der Männerwelt schnell als Teufelsweib. Hat ja nichts mit den typisch weiblichen Fähigkeiten wie Handarbeit, Haushalt, Sprachen und Zuhören zu tun... Dass Frauen nicht nur in die "Heimchen am Herd"-Schublade passen, beweisen zahlreiche, tolle Frauen wie Kleopatra, Marie Curie, die berüchtigte Piratin Mary Read und auch eine Giesela Werler, die an Geldschaltern in Banken der Bundesrepublik für Angst und Schrecken sorgte.

*Werbung/Rezensionsexemplar


Meinung
Als Frau gerät man immer mal wieder in Situationen, in denen einem Fähigkeiten und Kompetenz in bestimmten Bereichen von vorneherein abgesprochen werden, weil man ja eben eine Frau ist... Was gibt es also besseres als ein Buch, das anhand von 100 Beispielen quer durch die Jahrhunderte aufzeigt, dass Frauen so ziemlich alles sein können. Erfolgreich, hochintelligent, grausam, blutrünstig, durchtrieben...

In Fiktion zieht es mich immer wieder zu starken Frauenfiguren, aber reale Personen sind fast noch spannender. Also ist Teufelsweiber genau das richtige Buch für mich und ich habe mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut. Meine Meinung bleibt davon natürlich unberührt.

Die Autorin Carina Heer stellt auf jeweils 3-4 Seiten 100 großartige, aber nicht unbedingt gute Frauen unserer Geschichte vor. Zu jeder Frau erhält man eine kurze Zusammenfassung und kann das Buch so in angenehmen Etappen lesen. Allerdings waren die vorgestellten Damen im Buch alle so spannend, dass es mir schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen.

Vorgestellt werden neben bekannten Namen wie Kleopatra, Margaret Thatcher, Johanna von Orléans oder Ulrike Meinhof auch weniger bekannte Frauen. Da wäre zum Beispiel Xanthippe (den Namen haben wir ja schon mal gehört, aber mehr auch nicht), eine eiskalte Bankräuberin namens Giesela Werler, eine ungarische Blutgräfin (der Titel kommt nicht von ungefähr) und gar ein ganzes Dorf voller Giftmörderinnen, die sich dank einer Hebamme ihrer lästigen Ehemänner entledigten.

Die Autorin streut immer wieder humorvolle Passagen ein und spart auch nicht am ein oder anderen Seitenhieb gegen die Männerwelt. Diese Hiebe sind aber durchaus verdient, wenn man in der Einleitung manche Männer-Zitat über Frauen betrachtet. Shakespeares "Schwachheit, dein Name ist Weib." ist da beinahe noch harmlos. ;)

Fazit
Zusammenfassend bleibt mir nur zu sagen, dass ich das Buch wunderbar unterhaltend, faszinierend und spannend fand. Sogar ein wenig deprimierend, wenn sich abzeichnete, dass die Frauen heute teils immer noch die gleichen Kämpfe führen müssen wie bereits vor Jahrhunderten, obwohl sich schon einiges gebessert hat. Auf jeden Fall würde ich es jedem für ein paar schöne Lesestunden ans Herz legen und spreche mit 5 Sternen eine klare Empfehlung aus!

★★★★★

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