Dienstag, 20. November 2018

Rezension: Das Ende ist erst der Anfang

Titel: Das Ende ist erst der Anfang
Autorin: Chandler Baker
Genre: Young Adult, Coming of Age, Fantasy, Jugendroman
Verlag: Thienemann Esslinger
Seitenzahl: ~ 400

Inhalt
An ihrem 18. Geburtstag hat Lake die Möglichkeit einen einzigen Menschen von den Toten wieder auferstehen zu lassen. Eigentlich sollte ihr behinderter Bruder, der nach der Auferstehung wieder gesund wäre, daher ihre erste Wahl sein. Aber gerade erst sind ihre beste Freundin und ihr Freund bei einem Unfall gestorben. Für wen soll Lake sich nun entscheiden? Darf sie überhaupt einfach so Gott spielen und über Leben und Tod entscheiden?  Lake steck in einem Zwiespalt aus dem sie scheinbar nicht entkommen kann...

*Werbung/Rezensionsexemplar



Meinung
Diese Inhaltsangabe machte mich aufgrund der ungewöhnlichen Thematik sofort neugierig. Der Tod als zentrales Thema mit der Frage "Was wäre, wenn...?" im Hintergrund. Was wäre, wenn wir Tote wieder erwecken könnten als wäre nichts gewesen? Wäre das überhaupt in Ordnung? Welche Konflikte, innere wie äußere entstehen dadurch?

So hat es mich sehr gefreut, dass mir der Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Meinung zum Buch bleibt davon natürlich unberührt.

In genau 23 Tagen ist Lakes 18. Geburtstag und sie wird nicht nur älter, sondern hat auch die Möglichkeit jemanden von den Toten wieder auferstehen zu lassen, der ihr wichtig ist. Eigentlich wäre die Sache klar, ihr behinderter Bruder Matt, der nach der Auferstehung nicht nur wieder leben würde, sondern auch gesund wäre. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn erst vor Kurzem sind Lakes beste Freundin Penny und ihr Freund Will bei einem Unfall um's Leben gekommen.

So steckt Lake in einem schwierigen Dilemma und ihr bleiben nur noch 23 Tage Zeit, um sich für einen wichtigen Menschen zu entscheiden, den sie wiederbeleben möchte. Abgesehen von dem Druck, den sie sich selber macht, ist da auch noch der Druck von Außerhalb durch ihre Eltern, die natürlich möchten, dass ihre Wahl auf ihren Bruder Matt fällt.

Die Handlung von Das Ende ist erst der Anfang läuft langsam an und nimmt dann nach und nach an Fahrt auf. Die einzelnen Kapitel spiegeln dies in einem Countdown wieder. Der Autorin gelingt es mit poetischer Sprache wunderbar Lakes innere Zerissenheit zu beschreiben, sodass man als Leser mit ihr leidet. Lake steht vor einer schier überwältigenden Entscheidung. Zuerst klingt es gut, einen Menschen auferstehen lassen zu können, aber die emotionalen Konflikte - innerlich wie äußerlich-  die dadurch Einfluss auf Lakes Leben nehmen, zeigen auf, wie grausam diese Möglichkeit zugleich sein kann. Will man das wirklich? Ist es überhaupt richtig?

Das Thema Tod wird hier sehr behutsam behandelt und das Buch regt durchweg zum Nachdenken an. So entfaltet sich ein tiefgründiger Roman, der einige Wendungen bereit hält.

Fazit
In meinen Augen ein großartiges Buch, das im Geiste noch lange nachklingt. Die Gedanken daran, wie man selbst wohl in dieser Situation handeln würde und allgemein zum Thema Tod lassen einen einfach nicht los. Wer auf der Suche nach einer Geschichte abseits von den üblichen Themen ist, dem empfehle ich Das Ende ist erst der Anfang gerne weiter!

★★★★☆

Kommentare:

  1. Hallo,
    Ich fand dieses Buch auch gut und gerade die Frage was ich dieser Situation gemacht hätte, hat mich während und auch nach dem Buch begleitet. Ich bin froh, dass ich das ganze nicht entscheiden muss.

    Liebe Grüße,
    Rika

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    1. Hi Rika,

      genau so ging es mir auch. Ich fände es schlimm so eine Entscheidung treffen zu müssen. Irgendwie gibt es da auch kein richtig oder falsch...

      LG Svenja

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