Montagsfrage: Glaubst du, du hast schonmal einer Buchfigur nachgeeifert?

Obwohl man es beim Lesen selten mit realen Geschichten zu tun hat, glaube ich, dass man dennoch aus den Büchern soetwas wie Lebenserfahrung schöpft und, wenn das Verhalten bestimmter Figuren einem imponiert, dazu neigt dieses zu spiegeln.

In diesem Sinne lautet diesmal meine Frage, ob ihr glaubt Buchfiguren schonmal bewusst nachgeeifert zu haben.

Aktuell kann ich keinen konkreten Fall nennen, aber ich bin mir sehr sicher, dass ich schon Verhaltensmuster von Figuren übernommen habe, die mir in Büchern begegnet sind und diese auf meinen Alltag übertragen habe. Wie eine Art Denkanstoß. "Wenn die Figur das kann, kann ich das auch." oder sowas.

Richtig nachgeeifert habe ich Buchfiguren allerdings in meiner Kindheit. Ich weiß noch, dass mich besonders als Kind und junger Teenager die Geschichten und ihre Figuren soweit beeinflusst haben, dass ich den Figuren mit Freunden beim gemeinsamen Spielen nachgeeifert habe. Die Figuren hatten Idolcharakter und die eigene Phantasie wurde beflügelt, sich eine, der Geschichte ähnliche, Welt zu schaffen und Abenteuer zu erleben.

Heutzutage erfolgt sowas bei mir - wenn überhaupt - sicher subtiler, aber manchmal denke ich dennoch in gewissen Situationen: "So hätte der/die wohl auch reagiert.". Das ist dann so ein kurzer Moment, wo dieser Gedanke im Kopf aufflackert, eher eine Art Registrieren, dass man die eigene Handlung etwas ähnelt, was man mal gelesen hat. Richtiges, bewusstes Nacheifern kommt bei mir aber nicht mehr vor, weil meine Persönlichkeit und mein Charakter als Erwachsene inzwischen gefestigt ist. ;)

Wie sieht es bei euch aus? Denkt ihr, sowas kommt/kam bei euch vor? Vielleicht sogar richtig bewusst?