Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension: Mord ist nicht das letzte Wort

Titel: Mord ist nicht das letzte Wort
Originaltitel: Thrice the Brinded Cat Hath Mew'd
Autor: Alan Bradley
Genre: Krimi, Young Adult
Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: ~ 352

Inhalt
Als Flavia vom Internat aus Kanada zurückkehrt, verläuft das Wiedersehen mit ihrer Familie anders, als gedacht. Ihr Vater liegt im Krankenhaus und darf keinen Besuch empfangen und ihre Schwestern sind biestig wie eh und je. Wie gut, dass Flavia auf einem harmlosen Botengang prompt über eine Leiche stolpert und sich mit den Ermittlungen ablenken kann. Denn was machen ausgerechnet signierte Erstausgaben von Kinderbüchern im Haus eines mauligen, alten Holzschnitzers, der über Kopf tot an seiner Schlafzimmertür hängt?




Meinung
Flavia ist zurück! Nicht nur mit einem neuen Band, sondern auch zurück in ihrer Heimat in Bishop's Lacey. Leider wartet statt eines Empfangskomitees eine schlechte Nachricht auf sie: Ihr Vater hat eine schwere Lungenentzündung und liegt im Krankenhaus. Besuch ist nicht erlaubt, ihre Schwestern lassen sich nicht blicken und dann wurde auch noch Esmeralda, Flavias Henne, geopfert.

Um all dem zu entkommen, schwingt sich Flavia auf ihr treues Fahrrad Gladys und stattet der Pfarrersfrau einen Besuch ab. Dies führt zu einem Botengang bei Holzschnitzer Mr. Sambridge, den sie prompt tot an seiner eigenen Schlafzimmertür hängend auffindet. Statt Hilfe zu holen, fängt Flavia erst einmal an den Tatort zu untersuchen und erst nachdem alle Spuren gesichtet sind, lässt sie die Polizei kommen - den Beamten im Geiste bereits einige Schritte voraus.

Es ist immer eine Freude über Flavias ganz eigene Herangehensweise bei ihren Ermittlungen zu lesen und ihre Interaktionen mit den anderen Dorfbewohnern, sowie ihrer Familie zu verfolgen. Die Szenen mit ihren stets abweisenden Schwestern Daffy und Feely sind diesmal rar gesät. Flavia ist viel allein unterwegs und genießt diese neue Freiheit, man spürt jedoch auch ihre Einsamkeit. Zugleich kann man als Leser beobachten, das die liebenswerte 12-jährige Giftmischerin inzwischen deutlich reifer geworden ist. Ihre Spuren verfolgt sie diesmal sogar bis London und ist dabei nahezu auf sich gestellt, da die meisten erwachsenen Bezugspersonen nur wenige Auftritte haben.

Fazit
Das Ende wartet mit einem kleinen Schocker auf, den ich persönlich allerdings habe kommen sehen. Spätestens nachdem Flavia ihre Entscheidung bezüglich des Anwesens getroffen hatte, sah ich mich in meiner Vorahnung bestätigt. Wer Flavia schon kennt, wird diesen Band nicht verpassen wollen und ich bin nun wirklich sehr gespannt wie es mit Flavia, Buckshaw, ihren Schwestern und allen anderen weitergehen wird. Von mir gibt's 4/5 Sternen für eine gelungene Fortsetzung.

★★★★☆


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