Mittwoch, 20. Mai 2015

Rezension: Zurück nach Hollyhill / Alexandra Pilz

Titel: Zurück nach Hollyhill
Autorin: Alexandra Pilz
Genre: Fantasy, Liebe, Jugendbuch
Seitenzahl: ~ 352
Verlag: Heyne fliegt

Inhalt
Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …

Meinung
Wieder so ein Buch dessen wunderschönes Coverdesign mich angelockt hat. Dazu noch das Thema Zeitreisen und ich war überzeugt. Zum Glück hielten Inhaltsangabe und Aufmachung zu großen Teilen, was sie versprachen.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen, flüssigen Stil und der Einstieg in die Geschichte fiel leicht. Besonders gefielen mir die Beschreibungen des verschlafenen Dorfes Hollyhill mit seinen niedlichen, zauberhaften Häuschen und seinen verschrobenen Bewohnern, die Emily zunächst nicht so ganz geheuer sind, weil sich alle etwas merkwürdig verhalten.

Woran das liegt erfährt man als Leser an Emilys Seite Schritt für Schritt und ist ruckzuck durch mit der Geschichte. Was das Lesen leider manchmal etwas erschwerte waren die abrupten Kapitelenden und -anfänge. Es gab keine flüssigen Übergänge, sondern das nächste Kapitel setzte oft an einem Punkt ein, an dem die Figuren Dinge erlebt hatten, die man als Leser nicht mitbekommen hatte, sondern dann nur kurz erklärt bekam. So entstanden kleine Unterbrechungen im Lesefluss und ich würde mir für den nächsten Band etwas weichere Übergänge wünschen, denn gelegentlich hatte ich das Gefühl eine Seite überlesen zu haben, obwohl dem nicht so war.

Die Figuren sind überwiegend sympathisch und machen einen neugierig. Sie haben alle ihre Funktion, bleiben aber oftmals etwas oberflächlich beschrieben. Leider ist das nicht nur bei Neben- sondern auch bei den Hauptfiguren Emily und Matt der Fall. Und gerade bei den beiden hätte ich mir doch mehr Tiefe gewünscht, besonders bei Emily. Allerdings schreibe ich diese Schwäche der jüngeren Zielgruppe zu und insgesamt wurde für mich der Unterhaltungswert der Geschichte dadurch nicht allzu sehr gemindert. Das Buch ließ sich locker-leicht durchlesen und bot kurzweilige Unterhaltung.

Neben einigen losen Enden, wirft der Epilog noch einige Fragen auf und es tauchen Figuren auf, die bis dahin nicht erwähnt wurden, so dass man Lust bekommt gleich mit Band 2 weiterzulesen.

Fazit
In meinen Augen ein interessanter, vielversprechender Auftaktband zu einer unterhaltsamen Reihe mit Potenzial nach oben. Ich hoffe die kleinen Schwächen werden im nächsten Band noch ausgemerzt und vergebe für Zurück nach Hollyhill 3,5 Sterne. Ich empfehle es für alle, die Zeitreisegeschichten mit einem Hauch Romantik mögen und kurzweilige Unterhaltung suchen.

★★★★☆

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