Mittwoch, 27. Mai 2015

Rezension: Flavia de Luce - Schlussakkord für einen Mord / Alan Bradley

Titel: Flavia de Luce - Schlussakkord für einen Mord (5/?)
Autor: Alan Bradley
Genre: Krimi, Detektivgeschichte, All Age, Jugendbuch
Verlag: blanvalet
Seitenzahl: ~ 350

Inhalt
Sie steckt ihre Nase überall hinein und befördert jeden noch so tief vergrabenen Hinweis ans Licht – die elfjährige Flavia de Luce ist Hobbydetektivin aus Leidenschaft. Als sie ihre Nase zur Abwechslung in eine alte Kirchengruft steckt, rechnet sie allerdings nicht damit, eine verhältnismäßig frische Leiche ans Licht zu befördern. Aus dem Grab des Kirchenheiligen von Bishop’s Lacey blickt ihr der ermordete Kirchenorganist hinter einer grotesken Gasmaske entgegen. Wer hatte einen Grund, Mr. Collicutt zu töten, und wieso hat er die Leiche hier, an diesem heiligen Ort, versteckt? Ein neuer Fall für die brillante Flavia!

Meinung
Auch in diesem Band schnüffelt Genie und leidenschaftliche Giftmischerin Flavia in ihrem Heimatdorf herum, nachdem sie zufällig über eine Leiche gestolpert ist und lässt dabei die Polizei mal wieder alt aussehen. Der Autor schafft es auch mit diesem Band einen schnell zu fesseln und würzt die Handlung mit wunderbar trockenem britischen Humor. Dem Charme Flavias kann man sich nur schwer entziehen und mich fasziniert ihre Denkweise und ihre Art zu kombinieren.

Zu den altbekannten Figuren wie Flavias Vater und ihren Schwestern Daffy und Feely, sowie dem liebenswerten Dogger, gesellen sich noch einige neue Figuren hinzu, z.B. der etwas undurchsichtige Adam Sowerby und ein Richter aus dem Nachbardorf.

Flavias Familie lässt ihr auch hier - ungewollt muss man sagen - wieder genug Raum ihren Ermittlungen nachzugehen, aber mir gefiel, dass es einige Szenen unter den Schwestern und auch mit Flavias Vater gab, die Zuneigung und eine gewisse Verbundenheit ausdrückten. Sonst wirken die Mitglieder der Familie untereinander oft sehr kühl und Flavia und ihre Schwestern sind nicht gerade beste Freundinnen. Diese neuen Seiten und auch Flavias Gedanken dazu, gefielen mir sehr.

Richtige Spannung kommt nicht unbedingt auf, das ist aber in meinen Augen auch nicht nötig. Ich finde bei Krimis geht es eher um's Miträtseln und Spurensuchen, nicht so sehr um Nerven zerreißende Spannung, daher hat mich das auch überhaupt nicht gestört. Flavias Ermittlungen und genialen Kombinationen zu folgen machte Spaß und es gab doch die ein oder andere unerwartete Wendung was den Täter betraf. Letztlich endet das Buch mit einem völlig unerwarteten Cliffhanger und lässt einen gespannt auf die Fortsetzung hinfiebern.

Fazit
Flavias fünfter Fall ist eine unterhaltsame Ergänzung der Reihe und macht einfach Spaß. Mir persönlich gefiel dieser Band besser als z.B. der Erste, da er für mich insgesamt runder wirkte und weniger Längen aufwies. Wer die Reihe schon kennt und mag, kann mit diesem Band sicher nicht viel falsch machen und wenn man Krimis und Detektivgeschichten gerne liest ist die Reihe definitiv einen Blick wert. Von mir gibt's 4 Sterne!

★★★★☆

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