Dienstag, 21. November 2017

Rezension: Die Blutkönigin

Titel: Die Blutkönigin
Originaltitel: The Queen of Blood
Autorin: Sarah Beth Durst
Genre: Fantasy
Verlag: Penhaligon
Seitenzahl: ~ 541

Inhalt
Daleina ist eine der wenigen Frauen mit der Fähigkeit die Elementargeister zu kontrollieren, die das Königreich Renthia terrorisieren. Frauen mit dieser Gabe werden Königin - oder sie sterben bei dem Versuch und fallen Klauen und Zähnen der Elementare zum Opfer. Daleina zählt nicht zu den mächtigsten Anwärterinnen als Erbin der Königin, doch dann wird ausgerechnet der Mann ihr Mentor, der die amtierende Königin liebt und von dieser verraten wurde...

Meinung
Sobald ich das wunderschöne Cover gesehen hatte, wollte ich Die Blutkönigin unbedingt lesen und der Klappentext tat sein Übriges. Hier lest ihr, wie mir das Buch gefallen hat.

Im Alter von 10 Jahren zeigt sich Daleinas Verbindung zu den Elementargeistern erstmals, als ihr Dorf angegriffen wird und sie ihre Familie schützen möchte. Fortan arbeitet und lernt sie hart, um ihre Gabe zu nutzen und an die Akademie der Kandidatinnen und künftigen Thronanwärterinnen zu gelangen. Im Vergleich zu ihren Mitschülerinnen sind ihre Kräfte aber eher schwach. Daleina zeichnet sich im Gegenzug jedoch durch ihre Entschlossenheit, ihre Führungsqualitäten und strategisches Können aus.

Schließlich entscheidet sich der in Ungnade gefallene Meister Ven sie zu trainieren und auf die Prüfung der Thronanwärterinnen vorzubereiten. Daleina muss dabei unter seiner Führung ihren eigenen Stil finden ihre Gabe zu nutzen und sich von Vielem lösen, was ihr in der Akademie vermittelt wurde, weil diese Herangehensweise nicht zu ihr passt, um die Elementare zu kontrollieren.

Der Weg dorthin ist kein Leichter und wird erschwert durch die ständige Bedrohung durch zahlreiche, tückische Elementare, denen sie während des Trainings mit Ven begegnet. Aber auch von anderer Seite scheint ihr als Anwärterin Gefahr zu drohen. Als Leser begleitet man Daleina auf ihrem Weg über viele Jahre hinweg, aber die Autorin gewährt uns nicht nur Einblicke aus ihrer Sicht, sondern auch andere Figuren kommen zu Wort, sodass das Geschehen sich aus verschiedenen Perspektiven zu einem Ganzen zusammensetzt. Sarah Beth Dursts Schreibstil ist dabei angenehm und flüssig zu lesen.

Von der Welt, die die Autorin erschaffen hat, war ich innerhalb weniger Seiten völlig hingerissen. Die Menschen leben hier in Dörfern in den Bäumen und bewegen sich über Seile, Drähte und Strickleitern in den Wäldern von Ort zu Ort. Dieses Leben in Verbundenheit mit der Natur und noch dazu in den Bäumen hat mich sehr angesprochen und war eine angenehme Abwechslung von anderen Fantasy-Welten, die sich doch häufig sehr ähneln.

Daleina ist eine starke, zielstrebige Hauptfigur mit ganz normalen Schwächen und gelegentlichen Selbstzweifeln, sodass eine Identifikation mit ihr leicht war. Mit den anderen Schülerinnen, Ven und Heiler Hamon kommen noch einige Figuren hinzu. Keine wurde hier vernachlässigt, jeder hat seine Momente und eine Geschichte.

Fazit
Die Blutkönigin und die darin beschriebene Welt überzeugt durch Originalität und ist eine willkommene Abwechslung zu abgerasten Genre-Klischees. Auch wird hier völlig auf die oftmals dominanten Liebesgeschichten verzichtet. Daleina trifft zwar im Verlaufe der Handlung auf 2 Männer, denen sie näher kommt (kein Dreieck wohlgemerkt), aber es nahm wenig Raum ein und war weit davon entfernt im Fokus zu stehen. Hier ging es vorrangig um Daleina und ihre Entwicklung.

Beim Lesen fühlte ich mit positiv an Geschichten von Tamora Pierce erinnert, die auch für ihre starken weiblichen Heldinnen bekannt ist und am Ende stellte sich in der Danksagung heraus, dass die Autorin u. a. deren Werke als prägend für ihr eigenes Schaffen nennt.

Mit über 500 Seiten ist das Buch kein Leichtgewicht, aber ich hatte es innerhalb eines Tages ausgelesen, weil es einfach so spannend und mitreißend war. Von mir bekommt dieser Auftakt der Trilogie daher ganze 5 Sterne. Ich freue mich auf mehr!

★★★★★

Montag, 20. November 2017

Montagsfrage: Besitzt du Merchandise zu bestimmten Buchreihen, z. B. Lesezeichen, Tassen, Kunstdrucke etc.?

Hey ihr Lieben, guten Wochenstart wünsche ich euch!

Die heutige Frage kam mir in den Sinn, weil mir vor allem bei Instagram auffällt, dass es viele Buchblogger gibt, die zu ihren Lieblingsreihen auch sehr viel Merchandise sammeln. Gehört ihr dazu?

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Ich besitze Merchandise zu genau 2 Buchreihen. Einmal zu Harry Potter/Fantastische Tierwesen in Form von 10 Funko Pops, 4 Zauberstab-Repliken inkl. Wandhalterung, 1 Tasse, 2 Kunstdrucken [gekauft hier] und 2 Notizbüchern, in die ich mich nicht traue 'reinzuschreiben, weil sie so schön sind...

Außerdem zu den Chroniken der Schattenjäger von Cassandra Clare, allerdings nur eine einzige Funko-Pop-Figur und die habe ich selbst gemacht. Natürlich Magnus Bane, wer sonst? Einen Alec Custom Funko will ich aber auch noch machen. ;)

Eigentlich muss ich eher von Film/TV-Merchandise sprechen, aber die Bücher gab's halt zuerst, von daher...

Ansonsten besitze ich tatsächlich nichts, was in Zusammenhang mit Buchreihen stünde. Das liegt wohl zum Teil daran, dass ich ein Lesezeichen-Noob bin und sich meine Nase mit Duftkerzen, die gerade scheinbar so beliebt sind, noch nie anfreunden konnte.

Und ihr so? Seid ihr der Sammelwut verfallen oder doch eher nicht, wenn es um eure liebsten Buchreihen geht?


Sonntag, 19. November 2017

Rezension: The Necromancer's Dilemma

Titel: The Necromancer's Dilemma [The Beacon Hill Sorcerer 2/?]
Autorin: SJ Himes
Genre: Urban Fantasy, LGBTQ+, M/M Romance
Verlag: Selfpublished
Sprache: Englisch
Seitenzahl: ~ 213

Rezension zu Band 1 - The Necromancer's Dance

Inhalt
Angel versucht das Verhältnis zu seinem Bruder Isaac wieder aufzubauen, was gar nicht so leicht ist, da er noch an seine Elternrolle gewöhnt ist und nun lernen muss der Bruder eines erwachsenen Mannes zu sein. Zugleich beschäftigt ihn sein traumatisierter, neuer Lehrling, dessen magische Ausbildung ernsthafte Lücken aufweist. Als seine beste Freundin und Geschäftspartnerin angegriffen wird und ein Serienmörder sein Unwesen in Boston treibt, macht sich Angel auf die Suche nach dem Schuldigen. Dabei wird er unterstützt von Vampir Simeon, der sein Fels in der Brandung ist und ihm nicht nur mit seiner Zuneigung, sondern auch mit seiner Stärke zur Seite steht.